Übungen für Mittelstufe
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Im nächsten Schritt der Pranayama-Praxis verlagert sich der Schwerpunkt darauf, das Gleichgewicht weiter zu vertiefen, den Atem zu verfeinern und das Atemanhalten schrittweise einzuführen – immer ohne Anstrengung. Anuloma Viloma Pranayama (Wechselatmung) wird hier zur zentralen Praxis. Durch Atemanhalten und klar definierte Atemrhythmen wird das Nervensystem stabilisiert und der Geist gesammelt.
Kapalabhati wird als kraftvollere, reinigende Technik eingeführt. Sie besteht aus kurzen, aktiven Ausatmungen (Stoßatmung) mit passiven Einatmungen und wird eingesetzt, um Energie zu aktivieren und die Konzentration zu schärfen.
Das Ziel dieser Pranayama-Übungen ist Beständigkeit: ein ruhiges Nervensystem, ein zentrierter Geist und ein gleichmäßiger Atemrhythmus, den Du mühelos aufrechterhalten kannst.
Übe Anuloma Viloma mit Atemanhalten oder Kapalabhati nicht während der Schwangerschaft.

Beuge Zeige- und Mittelfinger zur Handfläche. Mit dem Daumen schließt Du das rechte Nasenloch, mit dem Ringfinger das linke Nasenloch.

Berühre Daumen und Zeigefinger leicht miteinander. Die übrigen Finger bleiben entspannt ausgestreckt und ruhen auf dem Knie.
Beginne mit dem Verhältnis 3 : 6 : 6 (Einatmen : Anhalten : Ausatmen).
Wenn sich dieser Rhythmus leicht und stabil anfühlt, kannst Du auf 4 : 8 : 8 steigern.
In dieser Pranayama-Atemübung verlängerst Du die Atemhaltephase schrittweise und nur dann, wenn Du Dich dabei vollkommen wohlfühlst. Das Prinzip ist einfach: Erweitere Deine Kapazität ohne Anstrengung.
Beginne mit 3 : 6 : 6.
Dann 4 : 8 : 8.
Wenn dies vollständig etabliert ist, erhöhe die Atemhaltephase auf 3 : 12 : 6 (Verdoppelung der Haltezeit).
Sobald auch dies stabil geworden ist, gehe weiter zu 4 : 16 : 8.
Kapalabhati ist eine kräftigere, belebende Pranayama-Übung, die zur Reinigung des Atmungssystems dient. Sie besteht aus kurzen, aktiven Ausatmungen, während die Einatmungen passiv geschehen.
Lerne zunächst die grundlegende „Pump“-Bewegung, bevor Du die Geschwindigkeit erhöhst oder längere Runden übst.
Wenn Du persönliches Feedback und einen regelmäßigen Rhythmus für Deine Praxis möchtest, kannst Du an einem Yoga-Kurs vor Ort in einem unserer Sivananda Yoga Zentren teilnehmen. Dort werden die Pranayama-Atemtechniken Schritt für Schritt angeleitet und verfeinert.
Du kannst auch ein Yoga-Retreat in Betracht ziehen, wo das Üben in einer unterstützenden Umgebung Dir helfen kann, Deine Atemübungen und Deine gesamte Praxis zu vertiefen.
Wenn Du regelmäßig mit Unterstützung von zu Hause aus üben möchtest, kannst Du auch an der Online-Pranayama-Stunde teilnehmen, die dreimal pro Woche stattfindet. Eine typische Online-Stunde beinhaltet:
Den Stundenplan und weitere Details findest Du hier.